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11.04.2021, 11:04 Uhr
Testpflicht richtig machen

++ Vorbereitung des Senats unprofessionell
++ Bedenken ernstnehmen, offene Fragen beantworten
++ Vorschläge der CDU-Fraktion für eine gut organisierte Testpflicht an Schulen

Die Idee einer Schul-Testpflicht ist unterstützenswert, vom Senat aber leider handwerklich schlecht vorbereitet. In unzähligen Familien wächst die Unsicherheit vor dem Schulstart, der Senat muss die Bedenken der Eltern ernst nehmen und ihre offenen Fragen beantworten. Die Kritik des LEA Berlin am Senat ist berechtigt, eine erfolgreiche Testpflicht braucht den Schulterschluss und eine gemeinsame Kraftanstrengung. Wir warnen davor, dass der Senat statt mehr Sicherheit noch mehr Verunsicherung schafft.

Dirk Stettner. bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Berlin

Dirk Stettner, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion erklärt:

„Die Idee einer Schul-Testpflicht ist unterstützenswert, vom Senat aber leider handwerklich schlecht vorbereitet. In unzähligen Familien wächst die Unsicherheit vor dem Schulstart, der Senat muss die Bedenken der Eltern ernst nehmen und ihre offenen Fragen beantworten. Die Kritik des LEA Berlin am Senat ist berechtigt, eine erfolgreiche Testpflicht braucht den Schulterschluss und eine gemeinsame Kraftanstrengung. Wir warnen davor, dass der Senat statt mehr Sicherheit noch mehr Verunsicherung schafft.

Statt kurz vor Ferienende für viele überraschend zu entscheiden, hätte der Senat früh und transparent eine Testpflicht an den Schulen organisieren müssen – beginnend direkt nach den Osterferien und nicht erst eine Woche später. Eltern stimmen mit den Füßen ab, wir hören von massenweisen Abmeldungen von der Schulpräsenzpflicht ab morgen, da statt der Testpflicht an der Schule die freiwillige Testung zu Hause gilt. Mit diesem Hin-und-Her verspielt der Senat erneut Vertrauen.

Die Senatsregelung zur Testung ist zu spät, schlecht vorbereitet und am Ende unsicher. In 8 Punkten unterbreitet die CDU-Fraktion Vorschläge, wie der Testpflicht-Start schnell, verlässlich und sicher gelingt:

1.    Aufbau von Teststrecken im Außenbereich der Schule mit ausreichend Warteraum an der frischen Luft. Denn ein Gruppentesten im Klassenraum (inkl. 15minütigem Warten auf die Ergebnisse) widerspricht den geltenden Hygieneregeln.

2.   Betrieb und Testungen mit Unterstützung der Bundeswehr und Hilfsorganisationen. Diese Aufgabe darf nicht auf Ungeschulte und geimpfte Lehrkräfte abgewälzt werden.

3.    Bei vorhandener Infrastruktur tägliche Testung statt zwei Mal pro Woche. Denn das Virus schläft nicht. Auch beim Einkaufen ist ein tagesaktueller Test notwendig.

4.    Gestaffelter Schulbeginn, um einen Test-Stau zu vermeiden. Die Zeit in der Warteschlange würde neben der Testzeit sonst zusätzlich beim Unterricht fehlen.

5.    Eine höchstsensible Betreuung von Schülern mit positivem Befund etwa durch Hilfsorganisation und Schulpsychologen muss sichergestellt sein, um bestehende Ängste abzufangen. Im jetzigen Modell droht eine Stigmatisierung positiv getesteter Schüler durch die Klassengemeinschaft.

6.   Es muss sichergestellt sein, dass positiv getestete Schüler niemanden anstecken und schnellstmöglich einen PCR-Test machen können. Die schnelle Fahrt nach Hause oder in Absprache mit den Eltern zu einem PCR-Test kann über bspw. Taxigutscheine erfolgen.

7.    Arbeitsrechtlich muss sichergestellt werden, dass berufstätige Eltern bei einem positiven Testergebnis die Möglichkeit bekommen, sich um ihre Kinder zu kümmern.

8.  Der Senat ist in der Verantwortung, diese Maßnahmen so zu koordinieren, dass sie schnell, verlässlich und sicher eingeleitet werden können.“

 



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